
„Durch Sicherheitsaudits und Safety Newsletters wurden bereits zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen erfolgreich etabliert.“ Danilo Ritlop
Interview mit Danilo Ritlop, Senior Vice President SHEQ
Sie unterstützen im Bereich Sicherheit, Gesundheit, Umweltschutz und Qualität die Messer Gruppe beim Erreichen ihrer strategischen Ziele. Wie machen Sie das mit Ihrem Team?
Wir verstehen uns als Dienstleister und Teammitglied. Wir wirken im Rahmen des PRIMUS-Teams mit bei der Erstellung von gruppenweit gültigen Standards, die in Zukunft weiter für Sicherheit, Qualität und eine umweltfreundlichere Produktion sorgen sollen. Einen ausführlichen Gefahrenkatalog für die Sauerstoffabfüllung haben wir bereits erstellt. Im Jahr 2008 werden auch Gefahrenkataloge für die Acetylen- und Inertgaseabfüllung vorbereitet. Auch das Projekt der SAP-Harmonisierung gehört zu den Aktivitäten der Vereinheitlichung der Messer-Prozesse. Besonders viel Mühe wurde in die Kontrolle der gefährlichen Stoffe in den Lagern gemäß der gültigen Seveso-Richtlinie investiert. Mit diesen Aktivitäten werden wir den strengen EU-Umweltrichtlinien gerecht, was sich positiv auf eine Zusammenarbeit und Kommunikation mit der umliegenden Bevölkerung auswirkt.
Was unternehmen Sie, um die Produktion von Gasen so sicher wie möglich zu machen?
Für eine sichere Produktion in der Zukunft wurden im Jahr 2007 fünf Sicherheitsaudits durchgeführt. Wir haben das Ziel, in den nächsten Jahren mindestens ein Audit in allen Ländern, in denen sich Messer-Gesellschaften befinden, durchzuführen. Leider haben sich im Jahr 2007 Unfälle ereignet. Diese wurden sachgemäß von uns untersucht und in der Statistik vermerkt. Wir haben eine Software für Risikoanalysen eingeführt und ein Team geschult. Diese Gruppe von Experten wird in den nächsten Jahren Risikoanalysen in allen Messer-Werken durchführen. Wegen der großen Bedeutung und des großen Umfangs wird diesem Projekt im Jahr 2008 die meiste Zeit gewidmet. Durch Sicherheitsaudits und Safety Newsletters wurden bereits zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen vorgeschrieben und erfolgreich etabliert.
Sie haben im Jahr 2006 die Leitung des Bereiches SHEQ übernommen. Wie sind Sie im Unternehmen vernetzt?
Wir haben unsere alten Handbücher vollkommen erneuert. Wichtig ist das Dokument „SHEQ Policy“. Dieses Dokument wurde aktuell von der Messer-Geschäftsleitung verabschiedet und stellt die Grundlage eines integrierten SHEQSystems dar. Das zweite Dokument ist „Der Rückrufplan“. Er ist ein Resultat der Zusammenarbeit zwischen Corporate SHEQ, der Rechtsabteilung und der Zentrale. Das SHEQ-Management wird immer mehr zu einer einheitlichen, festen Organisation, was besonders durch die immer bessere und stärkere Kommunikation und Zusammenarbeit, nicht nur mit den SHEQ-Managern, aber auch direkt mit den Kollegen aus dem Produktions- und Kommunikationsmanagement, sichtbar geworden ist. Das SHEQ-Komitee stellt eine wichtige, sich beratende Arbeitsgruppe dar, die Teamarbeit fördert. Große Aufmerksamkeit wird noch weiterhin den SHEQ-Intranet-Seiten gewidmet, damit alle wichtigen Informationen und Dokumente für alle zur Verfügung stehen. Jetzt bauen wir unseren Bereich weiter aus: Im Jahr 2007 wurden erste Gespräche in Richtung eines gemeinsamen Qualitäts-Management-Systems geführt. Erste Bewertungen und Vorschläge für eine Einführung eines einheitlichen Qualitäts-Management-Systems werden im Jahr 2008 gemacht.