
Gase und Know-how von Messer kommen auch dann zum Einsatz, wenn gewissermaßen das Gegenteil von guten Brennvorgängen gefragt ist – um zum Beispiel Rohrleitungen und Lagertanks vor Bränden und Explosionen zu schützen: Durch Verdünnen des Luftsauerstoffs mit Inertgasen lässt sich nahezu jede brisante Atmosphäre entschärfen. Auch Rohrleitungen werden in der Chemischen Industrie vor Reparaturen erst einmal mit Stickstoff durchgespült, um jedes Risiko auszuschließen. In Lagerräumen ist vorbeugender Brandschutz durch Teilinertisierung möglich: Ein Absenken des Sauerstoffgehalts auf 17 Vol.-% durch Einblasen von Stickstoff verhindert in Tiefkühllägern bereits die Entstehung eines Brandes. Auch normaltemperierte Chemikalienläger lassen sich so, allerdings bei niedrigeren Sauerstoff-Werten, vorteilhaft absichern.

Präzise gesteuert:
Reaktorkühlung mit Cryocontrol®
Tiefkalter Stickstoff hilft in vielen Reaktoren der Chemischen Industrie an entscheidender Stelle mit, überschüssige Wärme aus Reaktoren abzutransportieren oder Reaktionen bei besonders tiefen Temperaturen (kälter minus 60 °C) ablaufen zu lassen. Durch eine intelligente Kombination von Wärmetauschern nutzt das
Cryocontrol®-Verfahren das hohe Kältepotenzial des flüssigen Stickstoffs, um Reaktortemperaturen immer im grünen Bereich des gewünschten Temperaturprogramms zu halten. Das garantiert eine sichere Verfahrensführung und vermeidet vielfach auch die Bildung unerwünschter Nebenprodukte, die sonst kostenaufwändig abgetrennt und entsorgt werden müssten.