
Messer-Gase sind wertvolle Ausgangsstoffe in einer Vielzahl von Prozessen der Chemischen Industrie. So dient reiner Sauerstoff unter anderem zur Herstellung von Aldehyden (zum Beispiel für Aromastoffe) oder Wasserstoffperoxid; aus der Umsetzung des Minerals Pyrit mit Sauerstoff entsteht Schwefelsäure, ein sehr wichtiges chemisches Zwischenprodukt. Beim klassischen Claus-Prozess zur Entschwefelung von Mineralölprodukten wird mit einer von Messer entwickelten Nachverbrennung unangenehm riechender Schwefelwasserstoff mit reinem Sauerstoff umgewandelt; und Zellstoff lässt sich mit Ozon, hergestellt aus Sauerstoff, weitaus umweltfreundlicher bleichen als mit Chlor.
Auch bei Verbrennungsprozessen spielen Gase entscheidend
mit: Daher verwundert es nicht, dass heiße Prozesse in Verbrennungsöfen
durch Zudosieren von Sauerstoff noch beträchtlich verbessert und optimiert
werden können. Durch diese Hochtemperaturprozesse lassen sich Schadstoffbelastungen
reduzieren. So wird beispielsweise
Abfall-Schwefelsäure
thermisch gespalten und auf diese Weise kontrolliert entsorgt.
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