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Sauerstoff bringt Eisen zum Schmilzen

Die Eisengießerei Safem im südost-französischen Angoulême nutzt Messers Pulsox-Verfahren und heizt ihre Produktion damit zusätzlich an. Pulsox ist eine Vorrichtung, um technische Gase – vorzugsweise Sauerstoff – in feste Medien einzubringen. on air sprach mit dem Standortleiter Martial Gobeaux über die Zusammenarbeit mit Messer und die daraus entstehenden Vorteile.

Martial Gobeauxon air: Welche Rolle spielt das Pulsox-Verfahren von Messer in Ihrem Produktionsprozess?
Martial Gobeaux: Für den Schmelzprozess nutzen wir einen Induktionsofen und einen Kupolofen mit einem Durchmesser von einem Meter und einem Durchsatz von sechs Tonnen Eisen pro Stunde. Durch die Einführung von Pulsox sind wir nun in der Lage, die Kapazität auf acht Tonnen pro Stunde zu erhöhen.

on air: Könnten Sie uns das bitte etwas genauer erklären?
Martial Gobeaux: Sehr gerne. Sauerstoff wird an bestimmten Punkten durch spezielle Lanzen in den Kupolofen eingeblasen. Indem wir die Menge des Sauerstoffs sorgfältig dosieren und zur richtigen Zeit an den richtigen Stellen eindüsen, können wir die Verbrennung des Kokses perfekt kontrollieren. Die dadurch leistungsfähigere Verbrennung führt zu höheren Schmelztemperaturen, die wiederum weniger Koksverbrauch und eine höhere Durchlaufleistung des Ofens zur Folge haben. Aber Pulsox ist mehr. Pulsox ist eine komplette Lösung: die Belieferung mit Sauerstoff, die Entwicklung und Installation der benötigten Anzahl von Sauerstofflanzen an den notwendigen Punkten des Brennofens, die optimal abgestimmte Pulsationsfrequenz, die sich an den Besonderheiten des Ofens ausrichtet, aber auch das Training der Mitarbeiter im Umgang mit der Technik.

on air: In welcher Weise hat Pulsox Ihre Erwartungen erfüllt?
Martial Gobeaux: Sehen Sie, zunächst einmal wollten wir einen Temperaturanstieg des Eisens erreichen. Dadurch wird es flüssiger und erlaubt einen gleichmäßigeren Gießprozess. Das haben wir erreicht. Das Ergebnis sind qualitativ noch hochwertigere Produkte. Da hat uns Pulsox nicht zu viel versprochen und sogar noch sehr willkommene und wirtschaftlich wertvolle Nebeneffekte mitgebracht: einerseits die schon angesprochene Kapazitätserhöhung und gleichzeitig den verringerten Koksverbrauch.

on air: Und wie war die Zusammenarbeit mit Messer?
Martial Gobeaux: Die Zusammenarbeit lief hervorragend. Von Anfang an hat Messer berücksichtigt, dass Safem eine maßgeschneiderte Lösung benötigte. Zunächst hat das Team von Messer die Einzelheiten unseres Produktionsprozesses analysiert und seine Technologie daran angepasst. Anschließend überzeugte es unsere Mitarbeiter von den Vorteilen der neuen Lösung und erklärte ihnen Schritt für Schritt die Veränderungen in ihren täglichen Arbeitsabläufen. Nur dadurch, dass unsere Mitarbeiter die Stärken von Pulsox erkannten, wurde der Einsatz der Technologie selbstverständlich, und wir profitieren täglich davon.

on air: Bei so viel guter Erfahrung – gibt es da weitere Anwendungen von Messer, die für Sie in Frage kommen?
Martial Gobeaux: Die Einführung von Pulsox hat gezeigt, wie erfolgreich das Messer-Team neue Technologien in unseren Produktionsprozess einbinden kann. Daher glaube ich, dass Pulsox erst der Anfang einer Serie neuer Technologien war. Ich bin vom Nutzen der Gase-Anwendungen für unseren Bereich sehr beeindruckt und führe bereits Gespräche über eine Testserie für andere Bereiche unseres Produktionsprozesses. Unsere Zusammenarbeit war bisher sehr vertrauensvoll, daher glaube ich, dass unsere Partnerschaft zu weiteren Gewinnen auf beiden Seiten führen wird.