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„Der FIFA-Hauptsitz in Zürich ist ein Highlight“

Der international tätige schweizerische Metallbauer Aepli fertigt Metall- und Stahlkonstruktionen für Fassaden und Fassadenbleche. Im Gespräch mit Messer verrät Inhaber und Geschäftsführer Roman Aepli sein Lieblingsprojekt und die Rolle der Schweißschutzgase von Messer, die dabei zum Einsatz kommen.

on air: Herr Aepli, wie die Firma Messer ist Aepli in der dritten Generation familiengeführt. Erzählen Sie uns doch bitte etwas über die langjährige Geschichte des Unternehmens.
Roman Aepli: Stimmt, Aepli und Messer haben einen ähnlichen Hintergrund, unser Unternehmen ist aber nicht ganz so alt. Im Jahr 1913 gründete mein Großvater Viktor Aepli eine Schlosserei im sankt-gallischen Gossau, die er 1955 meinem Vater Rudolf Aepli übergab. 1991 übernahmen mein Bruder Ruedi und ich das Unternehmen. Inzwischen ist Aepli ein renommiertes, international tätiges Unternehmen in der Baubranche mit knapp 200 Mitarbeitern.

on air: Das Unternehmen ist in einen Metall- und einen Stahlbau-Bereich aufgeteilt worden. Warum?
Roman Aepli: Die Trennung haben wir 1995 vorgenommen, wobei mein Bruder Ruedi den Stahlbau übernahm und ich den Metallbau. Der Grund bestand ausschließlich in der Aufteilung zwischen uns zwei Brüdern. Beide Unternehmen ergänzen sich hervorragend und nach außen treten wir wie eine einzige Firma auf.

on air: Welche Metalle bearbeiten Sie?
Roman Aepli: Wir bearbeiten alle Metalle mit einer Dicke von bis zu 25 Millimetern. Das reicht von Kupfer und Messing über Stahl und Aluminium bis hin zu Chromstahl.

on air: Im Metallbau arbeiten Sie auch mit einem Laser. Für welche Produkte kommt er zum Einsatz?
Roman Aepli: Vor allem für Unterkonstruktionen für Fassaden und ganze Fassadenbleche. Mit dem Laser haben sich ungeahnte Möglichkeiten aufgetan, die unsere Fertigung mit reinen Stanzwerkzeugen enorm erweitert. Darüber hinaus sind wir ergänzend für den Stahlbau tätig.

on air: Um welches Laser-Modell handelt es sich und welche Gase von Messer kommen dabei zum Einsatz?
Roman Aepli: Es handelt sich um einen Laser der Firma Trumpf, Typ 6050, den wir vor drei Jahren in Betrieb genommen haben. Wir haben einen 11.000-Liter-Tank für flüssigen Stickstoff dafür aufgestellt – flüssiger Sauerstoff wird zudem in mobilen Behältern geliefert. Die Betriebsgase für den Laser, also Stickstoff, Helium und Kohlendioxid, bekommen wir in Flaschen. Zum Einsatz kommen viele Schweißschutzgase von Messer.

on air: Sind Sie mit der Zusammenarbeit mit Messer zufrieden?
Roman Aepli: Sehr sogar. Mit der Firma Messer haben wir einen super Partner gefunden. Der Stickstofftank wird automatisch gefüllt, flüssiger Sauerstoff und die Flaschengase werden problemlos innerhalb eines halben Tages geliefert. Alles in allem läuft die Zusammenarbeit hervorragend.

on air: Für wen fertigen Sie mit dem Laser?
Roman Aepli: Zwei Drittel der Fertigung ist für unsere Eigenproduktion bestimmt, ein Drittel ist Lohnfertigung.

on air: Welches Projekt, das Sie mit Hilfe des Lasers realisieren konnten, war für Sie ein Highlight?
Roman Aepli: Der neue Hauptsitz der FIFA in Zürich: Ein dreidimensional an eine Stahlkonstruktion gespanntes Fassadennetz hüllt die verschiedenen Geschosse ein. Viele Teile wurden mit Hilfe des Lasers gefertigt.

on air: Und was produzieren Sie momentan mit Hilfe des Lasers?
Roman Aepli: Der Bahnhofsplatz und der Busbahnhof der Stadt Aarau (zwölf Kilometer entfernt vom Sitz der Messer Schweiz AG in Lenzburg, Anm. d. Red.) wird neu gestaltet und überdacht. Hierzu werden Teile für die Unterkonstruktion mit einer Dicke von 25 Millimetern geschnitten. Das Betriebsgas ist in diesem Fall Sauerstoff 3.5.

on air: Spüren Sie in Ihrem Unternehmen eigentlich auch etwas von der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise? Wie reagieren Sie darauf?
Roman Aepli: Die Krise hat auf uns bis jetzt noch keinen Einfluss. Wir sind gut ausgelastet. Die Baubranche läuft noch gut, da es sich in der Regel um langfristige Projekte handelt.Eine eventuelle Krise trifft hier erst, wenn überhaupt, mit großer Zeitverzögerung ein.

on air: Herr Aepli, wir wünschen Ihnen, dass das so bleibt und danken Ihnen für dieses Gespräch.