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Krefeld, 28.11.2002

Messer weiter auf Kurs
Konzentration auf ertragreiche Geschäfte in Kernregionen und -branchen

Im Jahr nach der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens mit Gesellschafterwechsel, Refinanzierung und deutlicher Entschuldung durch den Verkauf diverser, nicht zum Kerngeschäft gehörender Aktivitäten sieht sich die Messer Griesheim Holding AG in ihrer Strategie bestätigt. Trotz anhaltend schwacher Konjunktur vor allem in Westeuropa ist das drittgrößte europäische Industriegase-Unternehmen nach dem dritten Quartal 2002 gut im Plan. Mit einem Umsatz von 1,14 Milliarden Euro für die ersten drei Quartale wird für das gesamte Jahr die 1,5 Milliarden-Marke angepeilt. Nach 9 Monaten liegt das Normalized EBITDA, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, bei knapp 300 Millionen Euro. Damit wird die EBITDA-Marge, bezogen auf den Umsatz, zum Jahresende 2002 um beachtliche 3 Basispunkte gegenüber Vorjahr gesteigert und den guten Wert von 26 % erreichen. Hier schlägt sich das Kostensenkungsprogramm nieder, aber auch die gute Entwicklung des Pipeline-Geschäfts in Deutschland und in den USA.

Messer investiert in diesem und im nächsten Jahr bis zu 10 % des Umsatzes in eine Reihe von Projekten, um das künftige Wachstum der Gruppe zu sichern. Hervorzuheben sind Luftzerlegungsanlagen in Deutschland und den USA, mehrere CO2-Anlagen in Europa sowie eine Erweiterung des Flaschengasegeschäfts in Frankreich.

Bei einem Vergleich der Umsatzentwicklung der Monate Juli bis September 2002 gegenüber der Vorjahresperiode zeigt sich ein erwarteter Rückgang um weltweit etwa 4 % auf 380 Millionen Euro, überwiegend bedingt durch den Verkauf der Aktivitäten in Kanada und des CO2-Geschäfts in Nordamerika. Die Regionen West- und Osteuropa bleiben dabei in etwa auf dem Niveau des Vorjahreswertes. In Deutschland konnte Messer sogar um 3 % zulegen, hauptsächlich aufgrund des wachsenden Geschäfts mit Gasen in Rohrleitungen sowie infolge von Inbetriebnahmen neuer Produktionsanlagen bei VEBA und Bayer.

Obwohl sich Industrie und Handwerk mit ihrer Nachfrage nach Bulk- und Flaschengasen spürbar zurückhalten, gelingt es Messer dank seiner innovativen Stärke weiterhin, erfolgreich zu akquirieren. So konnte in diesem Jahr der Umsatz mit Sauerstoff für den Umweltschutz wie Klärschlamm- und Schwefelsäure-Verbrennung in Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9 % gesteigert werden. Auch High-Tech-Anwendungen für Spezialgase und für das Edelgas Helium folgen diesem Trend: 15 % mehr Helium-Absatz bedeuten aber auch, dass dieses Produkt bei steigenden Rohstoffkosten immer knapper wird. Daher hat sich Messer ab 2005 aus einer US-Quelle vertraglich höhere Liefermengen gesichert. Das Unternehmen festigt so seine führende Position in diesem Wachstumsmarkt mit 45 % Marktanteil in Deutschland.

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