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Krefeld, 22.10.2002

Messer verstärkt seine Präsenz in der Region Lyon - Rhône - Alpes
Verteilerstandort bei Lyon zum modernen Abfüllwerk und Behandlungszentrum für Gasflaschen ausgebaut

Mit einer Gesamtinvestition von 1,2 Millionen € hat das Industriegase-unternehmen Messer Griesheim sein seit 1991 bestehendes Verteilzentrum in Saint-Georges d‘ Espéranche bei Lyon zu einem modernen Abfüllwerk für Gasflaschen ausgebaut. „Unser Unternehmen liegt mit einem Weltjahresumsatz von 1,6 Milliarden € an dritter Position im europäischen Gasewettbewerb. Mit der Investition in der Region Rhône-Alpes untermauern wir unsere Strategie des gezielten Wachstums an chancenreichen regionalen Industrieschwerpunkten in Europa“, erläuterte Dr. Klaus-Jürgen Schmieder, Vorsitzender der Geschäftsführung, die Zielsetzung der Messer Gruppe bei der Werkseröffnung vor Kunden und anderen Gästen.    

Erweiterung der Produktpalette für neue Marktsegmente

Die Tochtergesellschaft Messer France mit Sitz in Asnières/Paris ist in Frankreich ein Pionier bei der Belieferung mit Kohlendioxid für Betriebe der Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft. Dieses Produkt wird – ähnlich wie Stickstoff – in flüssiger oder fester Form zum Kühlen und Frosten von Lebensmitteln verwendet. In Lyon bevorratet Messer verflüssigte Gase und füllt außer Kohlendioxid jetzt auch Sauerstoff, Stickstoff, Argon und Schweißschutzgasgemische in Druckgasflaschen ab; die Gesamtkapazität beträgt 1,3 Millionen Kubikmeter pro Jahr. „Der Ausbau unseres Standortes bei Lyon war nötig geworden“, so Geschäftsführer Stefan Messer und Verantwortlicher des Geschäfts in Westeuropa, „weil es dank unserer erfolgreichen Akquisitionen in dieser Region gelungen ist, außer Nahrungsmittelherstellern und Metallverarbeitern auch Kunden aus anderen Branchen wie Lasertechnik und Forschung von unserer anwendungstechnischen Kompetenz zu überzeugen“. Messer verfügt über ein umfassendes Know-how, das sich in weltweit rund 6000 Patentanmeldungen und Patenten dokumentiert. Zu den größeren Abnehmern von Industriegasen in Frankreich zählen auch Betriebe aus Chemie, Umweltschutz und Wärmebehandlung.

Verstärkung der 300-bar-Technologie in Frankreich

Ein weiteres schlagkräftiges Argument für mehr Kundennutzen hatte Stefan Messer mit der Verstärkung der 300-bar-Technologie in Frankreich zur Hand: Die bereits erfolgreich erprobten neuen Flaschen sind gegenüber den üblichen 200-bar-Standardflaschen kompakter und haben mehr Inhalt, was geringeren Lagerbedarf, weniger Flaschenwechsel, längere Nutzungsdauer und somit Zeit- wie Platzgewinn für die Kunden bedeutet. 

Der hohe technische Aufwand der automatisierten Abfüllanlagen sorgt – in Verbindung mit modernen Software-Programmen – bei Flaschenbehandlung, Befüllung, Dosierung und Lagerhaltung während der gesamten Lebensdauer der Flaschen dafür, dass Präzision, Sicherheit und Nachverfolgbarkeit jederzeit sichergestellt sind. Mittelfristig werden alle Messer-Standorte in Frankreich per Fernkommunikation miteinander verbunden, um Bestellungen und Lagerbestände automatisch und kundengerecht zu steuern. Der Standort Lyon wird Anfang 2003 um ein Analysenlabor für die Qualitätssicherung erweitert.

Erfolgreicher Einsatz von ungenutztem Betriebsvermögen

Zur Kostenoptimierung bei der Gesamtinvestition von 1,2 Millionen € hat Messer in Frankreich erfolgreich „Unused Assets“ in Höhe von 0,5 Millionen € eingesetzt. Was in der Bilanz unter „ungenutzte Vermögenswerte“ zu finden ist, ist eine sehr profitable, vielfach innerhalb der Unternehmensgruppe weltweit genutzte Möglichkeit, an anderer Stelle nicht mehr benötigte Hardware wiederzuverwenden. Im Fall des Ausbaus in Lyon wurden zum Beispiel bedeutende Teile der Abfüllausrüstung wie Tanks, Pumpen, Verdampfer, Leitungen und Armaturen aus dem deutschen Werk Dresden eingesetzt, die dort im Zuge der Konzentration von Abfüllwerken und der Schaffung von Logistikzentren nicht mehr gebraucht werden.

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