
Mit tiefkaltem Stickstoff wird Polarluft im Turbinenprüfstand simuliert – deutscher Industriegasespezialist Gase.de installiert neue Technologie beim Institut für Luftfahrtantriebe der Universität Stuttgart.
Einen Liefervertrag von einer Million Kilogramm Stickstoff pro Jahr über eine fünfjährige Laufzeit konnte der hessische Industriegasehersteller Gase.de Vertriebs-GmbH mit dem Institut für Luftfahrtantriebe (ILA) der Universität Stuttgart abschließen. Der Stickstoff wird zum Betrieb eines Luftkühlers benötigt, der minus 90 Grad Celsius kalte und vor allem trockene Luft für einen Triebwerksprüfstand erzeugt. Fast 30 Tonnen (!) flüssiger Stickstoff werden in der Stunde benötigt, um den Prüfstand mit eiskalter Atmosphäre zu füllen. Hier werden Triebwerke unter arktischen Bedingungen auf ihre Zuverlässigkeit bei Starts an Nord- und Südpol getestet.
Gase.de liefert neben dem Stickstoff auch die Tankanlage und die Verrohrung vor Ort. Stefan Messer legt mit dem Vertragsabschluss einen wichtigen Grundstein für die Fortführung der Familientradition: In 2004 hatte er seine Anteile an der deutschen Messer Griesheim GmbH veräußert. Seit Mai dieses Jahres ist er im deutschen Industriegasemarkt mit der Gase.de Vertriebs-GmbH aktiv.